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13
Sep
2011

Ministerin Steffens will Regenbogenfamilien unterstützen

Auf dem Regenbogenfamilienfest der Grünen im Kölner BüZe am 10.09. war auch Barbara Steffens, die NRW-Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter zu Gast. In einer Pressemitteilung erklärt sie, sich für die rechtliche Gleichstellung von Regenbogenfamilien einzusetzen.

Im Einsatz für Schwule und Lesben: Hier dankt Barbara Steffens den Organisator/innen der GayGames 2010. Foto: © MGEPA / Powierski

„Wir kennen die Probleme des Alltags von Regenbogenfamilien, z.B. die Konfrontation mit zum Teil homophoben Vorurteilen und den ständigen Rechtfertigungs- bzw. Erklärungsdruck, der bei der versagten Familienkarte im Schwimmbad und bei Formularen anfängt. Wir wissen auch, dass sich Probleme bis auf den Arbeits- und Wohnungsmarkt, bis ins Gesundheits- und Versicherungswesen ausdehnen können“, so die Ministerin weiter. Die Landesregierung unterstützt daher Netzwerke der schwulen und lesbischen Selbsthilfe und finanziert mehrere psychosoziale Beratungsstellen. Daneben erhalten Regenbogenfamilien Unterstützung auch durch die Familienhilfeinfrastruktur, die vom Landesfamilienministerium gefördert wird. Mit dem Aktionsplan für Gleichstellung und Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt – gegen Homo- und Transphobie werden weitere konkrete Maßnahmen erarbeitet und sukzessive umgesetzt. „Dazu gehören auch Informationen und Aufklärung darüber, dass Kinder in Regenbogenfamilien gegenüber Kindern in heterosexuellen Lebensgemeinschaften keine Nachteile beim Aufwachsen haben“, so die Ministerin.

Rechtliche Gleichstellung

„Wir streben auch die rechtliche Gleichstellung an. Im Landesrecht haben wir die Anpassung an das Lebenspartnerschaftsgesetz und die Gleichstellung mit der Ehe schon bewirkt. Die letzte Lücke im Beamtenrecht wurde in diesem Jahr beim Familienzuschlag und in der Hinterbliebenenversorgung geschlossen. Für die notwendigen Änderungen im Bundesrecht haben wir bisher leider noch keine Mehrheit gefunden. Hier geht es um die Gleichstellung im Steuerrecht, insbesondere beim Ehegattensplitting, und um die Einführung des vollen Adoptionsrechtes für eingetragene Lebenspartnerschaften – Dinge, die uns für die Gleichstellung von Lesben und Schwulen wichtig sind und bei denen wir am Ball bleiben werden!“ sagte Steffens abschließend.

Quelle: Pressemitteilung des MGEPA

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