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31
Okt
2012

Ich bin nicht krank, ich bin großartig

…so ist die Petition an die WHO überschrieben, in der Trans*-Aktivist_in Kim Schicklang fordert, Transsexualität nicht mehr als psychische Störung einzustufen.

Krank ist nicht der/die Trans*… – Foto: © naber – Fotolia.com

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) listet Transsexualität unter geistigen Krankheiten und bestärkt damit die Diskriminierung und Unterdrückung von Trans*. Auch Homosexualität stand bis 1990 auf dieser Liste. Zahlreiche Länder haben die WHO aufgefordert, Transsexualität von der Liste zu streichen. Das Europäische Parlament hat im September 2011 eine Resolution verabschiedet, in der die WHO aufgefordert wird, Transsexualität nicht länger als geistige Krankheit zu betrachten. Trotzdem hat sich bis heute nichts geändert.

Die WHO ist aktuell dabei, die Klassifizierung zu prüfen. Auf change.org läuft deshalb seit kurzem eine internationale Petition, die eindeutig für Trans* Stellung bezieht. Sechs Länder beteiligen sich an der Petition. Rund 50.000 Menschen haben bereits unterzeichnet.

Change.org ist die eine weltweite Petitionsplattform. Alle Menschen haben die Möglichkeit, Petitionen einzureichen und Unterstützer_innen zu finden. Hier könnt Ihr die Petition unterzeichnen. Mehr Informationen zum Thema findet Ihr auf der Website von Atme e.V. (Aktion Transsexualität und Menschenrecht). Die Stellungnahme von Atme zur Petition könnt ihr hier herunterladen.

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Kommentare

„Aus den uns vorliegenden Infos ging nicht hervor, dass Du Dich als Trans-Frau identifizierst.“

Das tu‘ ich auch nicht. Ich bin eine Frau. Das reicht. Identifikation setzt einen Vergleich mit jemand anderem voraus. Menschen sind aber nicht Objekte der Vergleichbarkeit, sondern Individuen.

Danke für den Hinweis. Aus den uns vorliegenden Infos ging nicht hervor, dass Du Dich als Trans-Frau identifizierst. Ich finde die Verwendung des – in der Tat einschließenden – Begriffs Trans* zur Sichtbarmachung der Vielvalft von Trangender und Transsexualität, sehr hilfreich und kann nicht sehen, inwiefern er Probleme unsichtbar macht. Die strikte Trennung von Sexualität und Identität, die bei Dir mitschwingt kann ich nicht unterstützen.

Auch wenn das jetzt manche erstaunen wird: ich bin keine Trans*-Aktivistin, sondern eine (transsexuelle) Frau. Trans* ist ein totalitärer Begriff, der durch die Gleichschaltung derer, die er vereinnahmen will, die Probleme geschlechtlich abweichender Menschen unsichtbar macht und so tut, als ginge es hier um Identität. Da diese Logik einst aber erst zur Psychopathologisierung von geschlechtlichen Normabweichungen geführt hat, lehne ich selbst den Begriff „Trans*“ ab.

50.000 sind erbermlich wenig…einerseits…trotzdem gut zu wissne, dass sich diese Leute was andres vorstelen können als „nur“ Mann und frau

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