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21
Nov
2016

Viele Kinder lehnen Familienvielfalt ab

Für das aktuelle LBS Kinderbarometer wurden knapp 11.000 Kinder im Alter zwischen 9 und 14 Jahren befragt, um Kindermeinungen abzubilden. In der umfangreichen Befragung kommen auch Regenbogenfamilien vor – mit ernüchterndem Ergebnis.

Mit Kinderaugen

Kindersicht auf Regenbogenfamilien macht nachdenklich – Foto: Dominique Feldwick-Davis, pexxels.com

Die Aussage „Ich finde es gut, dass es ganz unterschiedliche Familien gibt, beispielsweise Familien mit zwei Müttern oder zwei Vätern“ findet kein allzu positives Echo: 24% der Kindern finden immerhin, dass das „mittelmäßig stimmt“, wohingegen zusammengerechnet 38% dieser Aussage nur sehr eingeschränkt oder gar nicht zustimmen. Positiv schätzen ebenfalls 38% der Kinder Familienvielfalt ein.

Die genauere Analyse der Daten birgt leider Stoff für Vorurteile: Am geringsten fällt die Offenheit in Bayern und Baden-Württemberg aus, wohingegen die Kinder in Schleswig-Holstein sich am aufgeschlossensten zeigen. Zudem stimmen Kinder mit Migrationshintergrund seltener zu als solche ohne Migrationshintergrund.

Die Befunde zeigen, dass Aufklärung sowie die konsequente und offene Thematisierung von Familienvielfalt in allen Bildungseinrichtungen nach wie vor extrem wichtig ist. Wir hoffen, hier bald mit dem Projekt „Bunte Kitas – starke Kinder“ einen Beitrag im Bereich der frühkindlichen Erziehung leisten zu können.

Auch dem LBS Kinderbarometer hätte etwas mehr Offenheit übrigens gut zu Gesicht gestanden: Bei der Abfrage der familiären Situation kamen Regenbogenfamilien nicht vor. Wir hoffen, hier wird für das nächste Mal nachgebessert!

Die gesamte Studie könnt Ihr hier als pdf-Datei herunterladen. Die Frage zur Familienvielfalt findet Ihr auf S. 70/71.

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