planen

Eine ungewollte Schwangerschaft ist bei Lesben eher die Ausnahme und innerhalb einer schwulen Beziehung ohnehin kein Thema. Alle Lesben, Schwule und Transgender, die mit Kindern leben möchten, verbindet daher eins: Sie müssen ihren Weg zum Kind finden und eine Menge planen. Für alle Kinder, die in homosexuellen Beziehungen geplant und in sie hineingeboren werden gilt: Sie sind absolute Wunschkinder, auf die ihre Eltern nicht selten jahrelang gewartet haben.

Regenbogenfamilien mit leiblichen Kindern

Wer eine Regenbogenfamilie gründen will, muss viele Schritte gehen. (Foto: kallejipp / photocase.com)

Für viele ist es wichtig, ein leibliches Kind zu kriegen. Das bringt neben der emotionalen Bindung einer leiblichen Elternschaft auch den Vorteil der Rechtssicherheit mit sich – vorausgesetzt, Ihr lebt in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft (eLP) und seid Euch über die Regelung der elterlichen Sorge einig. Vor allem Lesben können mittels einer Samenspende auf diesem Weg einer ‚klassischen‘ Familie relativ nah kommen. Bei Schwulen ist das etwas komplizierter und bei einer Leihmutterschaft auch wesentlich kostspieliger.

Regenbogenfamilien sind vielfältig, deshalb gibt es nicht nur Mutter-Mutter-Kind(er) und Vater-Vater-Kind(er), sondern auch sogenannte Queerfamilies, in denen ein schwules Paar oder ein schwuler Single mit einem lesbischen Paar oder einem lesbischen Single gemeinsam Kinder großziehen.

Adoption und Pflege

Neben leiblichen Kindern leben auch Adoptiv- und Pflegekinder in Regenbogenfamilien. Da eine Inlandsadoption in Deutschland schon für verheiratete heterosexuelle Paare sehr schwierig und für Schwule und Lesben nahezu unmöglich ist, denken einige Paare über eine Auslandsadoption nach. Diese Thema wird sehr kontrovers diskutiert und die Aussichten, über eine seriöse Vermittlungsstelle ein Kind bei sich aufnehmen zu können, sind für Schwule und Lesben oft gering.

Großer Bedarf herrscht dagegen bei Pflegefamilien. Trotzdem zeigen sich durchaus noch nicht alle Jugendämter offen dafür, auch an Schwule und Lesben zu vermitteln. Die rechtliche Situation bei der Aufnahme eines Pflegekindes unterscheidet sich von derjenigen einer Adoption. Wer allerdings bereit ist, sich auf dieses Abenteuer einzulassen, kann nicht nur eine Familie gründen, sondern zugleich auch einem Kind eine neue Perspektive eröffnen.

Drum prüfe, wer eine Regenbogenfamilie gründet

Nicht alles ist plan- und vorhersehbar: Wie Euer Samenspender nach der Geburt emotional reagieren wird, ob die Rolle als Co-Mutter oder Co-Vater Euch belastet und wie ein Pflegekind sich entwickelt, weiß niemand. Genau deshalb ist es wichtig, die Vor- und Nachteile und auch die jeweilige Realisierbarkeit der verschiedenen Familienkonstellationen abzuwägen.

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