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Zehn Jahre Lebenspartnerschaftsgesetz. Am 1.8.2001 öffneten sich die Türen der Standesämter auch für lesbische und schwule Paare. Zehn Jahre danach haben sich die Wogen weitgehend geglättet, die der (rechtlichen) Anerkennung der sogenannten Homo-Ehe vorausgingen. In den meisten Bereichen ist die Gleichstellung mit der Ehe erreicht – einige wesentliche Bereiche stehen noch aus.

Doch was haben Regenbogenfamilien vom Lebenspartnerschaftsgesetz? Welche Rechtsfolgen hat die Lebenspartnerschaft für die Kinder einer Regenbogenfamilie?

Familie nicht nur per Gesetz

§ 11 LPartG sagt, dass ein Lebenspartner/eine Lebenspartnerin als Familienangehörige des/der anderen Lebenspartners/Lebenspartnerin gilt. Der Lebenspartner/Die Lebenspartnerin ist mit den Verwandten des anderen Lebenspartners verschwägert. Das hat rechtliche Folgen: So gilt z.B. im Zivil- und Strafprozess das Zeugnisverweigerungsrecht.

Auch nach Aufhebung der Lebenspartnerschaft besteht die Schwägerschaft zum Kind des Partners/der Partnerin fort.

Umgangsrecht

Das Umgangsrecht ist in § 1685 BGB geregelt:

„Großeltern und Geschwister haben ein Recht auf Umgang mit dem Kind, wenn dieser dem Wohl des Kindes dient.

„Gleiches gilt für enge Bezugspersonen des Kindes, wenn diese für das Kind tatsächliche Verantwortung tragen oder getragen haben (sozial-familiäre Beziehung). Eine Übernahme tatsächlicher Verantwortung ist in der Regel anzunehmen, wenn die Person mit dem Kind längere Zeit in häuslicher Gemeinschaft zusammengelebt hat.

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